Blaukopf-Anolis
Anolis allisoni
Der Blaukopf-Anolis stammt aus Kuba, von den Bay Islands und aus Belize und lebt dort als Stamm-Kronen-Bewohner an Palmstämmen und in Baumkronen. Im Terrarium verlangt er ganzjährig tropische Wärme, helle Sonnenplätze und ein hohes, dicht bepflanztes Kletterterrarium — eine Winterruhe ist für diese Art nicht vorgesehen.
Herkunft: Kuba (dazu Bay Islands Honduras, Belize, SO-Mexiko)
Rechtsstatus: Anolis allisoni ist nach derzeitigem Stand nicht in den CITES-Anhängen und nicht in den Anhängen A/B der EU-VO 338/97 gelistet (Reptile Database führt keine CITES-Listung; IUCN-Status: Least Concern). Damit besteht in Deutschland keine Meldepflicht nach § 7 Abs. 2 BArtSchV — meldepflichtig sind nur besonders geschützte Arten (Anhänge A/B EG-VO 338/97, Anhang IV FFH-RL, Anlage 1 BArtSchV). Wichtig: Kuba hat für zahlreiche endemische Echsen — darunter Chamaeleolis-/Anolis-Arten — CITES-Anhang-III-Listungen beantragt; Anhang-III-Arten fallen in der EU unter Anhang C und erfordern bei der Einfuhr eine Einfuhrmeldung. Den aktuellen CITES-/EU-Listungsstand sowie landesspezifische Regelungen vor Kauf oder Import daher bitte prüfen. Kein Gefahrtier. Herkunftsnachweis/Kaufbeleg des Züchters aufbewahren.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 24–29°C
- Sonnenplatz
- 32–35°C
- Temperatur (Nacht)
- 20–24°C
- Luftfeuchtigkeit
- 60–80%
- Terrarium (Minimum)
- 60×40×60 cm
- Terrarientyp
- Regenwald (tropisches Hochterrarium, Kletterterrarium)
- Aktivität
- tagaktiv
- Sozialverhalten
- Männchen sind stark territorial — nur ein Männchen pro Terrarium. Empfohlen wird die Paarhaltung 1,1 (ein Männchen mit einem Weibchen); mehrere Tiere brauchen deutlich mehr Platz und Sichtbarrieren. Weibchen legen gelegentlich Gemeinschaftsgelege ab.
- Ernährung
- Insektenfresser: Fliegen, Wachsmotten, Heimchen und kleine Grillen, Fruchtfliegen, Mückenlarven, kleine Heuschrecken; in der Natur werden ausschließlich Wirbellose gefressen. Hervorragender Jäger fliegender Insekten.
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Keine Winterruhe und keine aktive Abkühlung: Anolis allisoni ist eine durchgehend tropische Art und wird ganzjährig warm gehalten — die Nachttemperatur darf nie unter etwa 18 °C fallen, sonst drohen Erkältungs- und Todesfälle (besonders in kalten deutschen Wohnräumen im Winter).
- Tagsüber 24–29 °C im Terrarium einstellen und mindestens einen Sonnenplatz mit 32–35 °C unter dem Strahler anbieten; nachts genügt die passive Absenkung bei ausgeschaltetem Licht auf 20–24 °C.
- UVB- und Vollspektrumbeleuchtung im 12-Stunden-Rhythmus sind Pflicht, dazu mehrere erreichbare Sonnenplätze — fehlende Sonnenplätze in Kombination mit einseitiger Ernährung gelten als Hauptursache für frühzeitiges Sterben der Weibchen; Futtertiere zusätzlich mit Kalzium-/Vitaminpräparat bestäuben.
- Luftfeuchtigkeit konstant bei 60–80 % halten: morgens und abends sprühen, dazu lebende Bepflanzung (Epipremnum, Bromelien, Farne) für ein stabiles Mikroklima.
- Nur ein Männchen pro Terrarium halten — Männchen sind ausgeprägt territorial; Mindestmaß für ein Tier 60×40×60 cm, für ein Paar besser ein Hochterrarium ab ca. 50×50×80 cm mit Ästen, Korkröhren und Rückwand zum Klettern.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Die Männchen tragen einen leuchtend blauen Kopf und Vorderkörper mit rosa-roter Kehlfahne, können ihre Farbe aber binnen Sekunden zu Braun wechseln.
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Als Stamm-Kronen-Anolis sitzt die Art bevorzugt an Palmstämmen und wird meist bis etwa 1,5 m über dem Boden angetroffen.
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Ungewöhnlich für Anolis: Die Weibchen legen ihre Eier gelegentlich gemeinsam in einem Sammelgelege ab.
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