Chahoua-Gecko (Moosgecko) (Mniarogekko chahoua)
Reptil Fortgeschritten

Chahoua-Gecko (Moosgecko)

Mniarogekko chahoua

Der Chahoua-Gecko ist ein baumbewohnender, nachtaktiver Gecko aus Neukaledonien, dessen flechtenartige Zeichnung ihn auf bemooster Rinde nahezu unsichtbar macht. Er reagiert empfindlich auf Wärme: dauerhaft über 29 °C wird es für ihn gefährlich.

Herkunft: Endemisch in Neukaledonien (zentrales/südliches Grande Terre & Île des Pins)

Haltungsdaten im Überblick

Temperatur (Tag)
22–26°C
Sonnenplatz
26–28°C
Temperatur (Nacht)
18–22°C
Luftfeuchtigkeit
60–80%
Terrarium (Minimum)
120×60×80 cm
Terrarientyp
Regenwald
Aktivität
nachtaktiv
Sozialverhalten
Einzelhaltung empfohlen; Männchen niemals zusammen halten. Paarhaltung ist nur mit einem harmonierenden Paar und jederzeit möglicher Trennung vertretbar.
Ernährung
Omnivor: Insekten (Grillen, Schaben, Heuschrecken) sowie Fruchtbrei bzw. Fertigfutter (Crested Gecko Diet); benötigt deutlich mehr Insekten als verwandte Neukaledonien-Geckos.
Lebenserwartung
15–20 Jahre

Pflege & Haltung

Das solltest du wissen

  1. Die Temperatur darf dauerhaft weder unter 15 °C fallen noch über 29 °C steigen — beides bedeutet Stress und kann für diese Art tödlich enden; im Hochsommer ist eine Raumkühlung oft unverzichtbar.
  2. Eine echte Winterruhe (Brumation) ist bei dieser Art tabu: Zur Zuchtstimulation genügt eine milde Nachtabsenkung auf etwa 18–20 °C über 6–8 Wochen.
  3. Als Baumbewohner braucht das Tier ein Hochterrarium mit Korkröhren, verzweigten Ästen und dichter Bepflanzung — die nutzbare Höhe ist wichtiger als die Grundfläche.
  4. Abends sprühen, bis 60–80 % Luftfeuchte erreicht sind, und das Terrarium zwischen den Sprühgängen wieder abtrocknen lassen; Dauernässe führt zu Haut- und Häutungsproblemen.
  5. Adulte Tiere bekommen 1–2× pro Woche Insekten (Grillen, Schaben, Heuschrecken) plus Fruchtbrei bzw. Fertigfutter (Crested Gecko Diet); Insekten mit Kalzium und Vitamin D3 bestäuben.

Wusstest du?

Interessante Fakten

  • Mniarogekko chahoua ist die einzige Art der neukaledonischen Riesengeckos, deren beide Eier kurz nach der Ablage fest aneinanderkleben.

  • Der Name Moos- oder Flechtengecko stammt von der Tarnfärbung, die Flechten auf Baumrinde imitiert.

  • Die Art ist endemisch in Neukaledonien und gilt laut IUCN als gefährdet (Vulnerable) — im Handel sind ausschließlich Nachzuchten zulässig.