Chinesische Rotbauchunke
Bombina orientalis
Die Chinesische Rotbauchunke ist eine 5–6 cm kleine, tagsüber gut zu beobachtende Amphibie aus Nordostasien, die im Aquaterrarium mit überwiegendem Wasserteil gehalten wird. Sie gilt wegen ihrer geringen Größe und der leicht zu erfüllenden Ansprüche als geeignete Art für Einsteiger, sondert aber Hautgifte ab.
Herkunft: NO-China, Korea, Russischer Ferner Osten (Primorje/Chabarowsk), Teile Japans
Rechtsstatus: Kein Schutzstatus nach CITES/EU-Artenschutzverordnung. In Deutschland nach Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt" (BNatSchG), jedoch ausdrücklich von der Meldepflicht bei der zuständigen Behörde ausgenommen – die übrigen Schutzbestimmungen gelten weiterhin. Ein Herkunftsnachweis wird dringend empfohlen. IUCN-Rote-Liste: Least Concern.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 25–30°C
- Terrarium (Minimum)
- 60×50×40 cm
- Terrarientyp
- Aquaterrarium
- Aktivität
- tag- und dämmerungsaktiv
- Sozialverhalten
- Gesellig – Gruppenhaltung ist die Regel: Ein Aquaterrarium von 60–80 × 50 × 40 cm ist für 4–8 Tiere ausgelegt. Auch die Überwinterung erfolgt in der Natur in Gruppen von ein bis sechs Individuen.
- Ernährung
- Futterinsekten wie Heimchen, Grillen, Fliegen, Drosophila und Blattläuse sowie Regenwürmer, kleine Tauwürmer, Ofenfischchen, Asseln und Nacktschnecken; Futtertiere vorher gut ernähren und bei jeder zweiten bis dritten Fütterung mit einem Vitamin-Mineralstoff-Präparat einpudern.
- Lebenserwartung
- 10–30 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Nach jedem Kontakt mit den Tieren oder dem Terrarienwasser die Hände gründlich waschen: Unken sondern ein Gemisch aus Hautgiften ab (unter anderem Bombinin), das Schleimhäute und Augen reizt (sogenannter „Unkenschnupfen") und beim Verschlucken giftig ist – niemals mit ungewaschenen Händen an Augen oder Mund fassen.
- Das Aquaterrarium im Verhältnis von etwa 1/3 Landteil zu 2/3 Wasserteil einrichten, die Wassertemperatur bei rund 18–22 °C halten und das Wasser alle ein bis zwei Wochen ganz oder teilweise wechseln; Leitungswasser vorher über Nacht abstehen lassen.
- Die Lufttemperatur im Sommerhalbjahr tagsüber bei 25–30 °C halten und dabei über die Beleuchtung ein Temperaturgefälle schaffen – wärmer unter dem Spotstrahler, kühler in den Verstecken; Leuchtmittel mit geringem UV-Anteil wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.
- Die Überwinterung ist Grundvoraussetzung für die Nachzucht und erfolgt bei etwa 3–6 °C über rund 2–3 Monate; kühle dabei ausschließlich gesunde, gut genährte Alttiere herunter und niemals kranke oder untergewichtige Unken.
- Futtertiere vor dem Verfüttern selbst hochwertig ernähren und carotinoidreich füttern (zum Beispiel Möhren, Paprika, Petersilie), damit die Unken ihre kräftig rote Bauchfärbung behalten und Mangelerkrankungen vorgebeugt wird.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Bei Bedrohung zeigen Unken den „Unkenreflex": Sie biegen den Rücken durch (Kahnstellung) und präsentieren ihre leuchtend rot-orange Bauchseite als Warnfarbe.
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Wie Fische besitzen Unken ein Seitenlinienorgan, mit dem sie feinste Wasserströmungen von Artgenossen, Beutetieren oder Angreifern wahrnehmen.
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Unken besitzen kein Trommelfell und erzeugen ihre Rufe beim Einatmen – alle anderen Froschlurche rufen beim Ausatmen.
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