Kap-Hausschlange
Boaedon capensis
Die Kap-Hausschlange ist eine ungiftige, nachtaktive Würgeschlange aus dem südlichen Afrika, die 100–140 cm erreicht und in einem trockenen Savannen-Terrarium gehalten wird. Sie gilt wegen ihrer robusten Konstitution und der zuverlässigen Futterannahme als Einsteigerart, muss wegen dokumentierten Kannibalismus aber strikt einzeln gehalten werden.
Herkunft: Sub-Saharan Africa (Senegal to South Africa); savanna, rocky hillsides, near dwellings
Rechtsstatus: Nicht in den CITES-Anhängen bzw. der EU-Artenschutzverordnung gelistet und in Deutschland nicht besonders geschützt — kein CITES-Dokument/Herkunftsnachweis erforderlich. Ungiftig, fällt daher nicht unter die Gefahrtierverordnungen der Länder. Landesspezifische Anzeige-/Meldepflichten bitte prüfen.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 26–30°C
- Sonnenplatz
- 30–32°C
- Temperatur (Nacht)
- 20–22°C
- Luftfeuchtigkeit
- 40–60%
- Terrarium (Minimum)
- 120×60×50 cm
- Terrarientyp
- Savanne / Grasland (trockenes Bodenterrarium)
- Aktivität
- nachtaktiv
- Sozialverhalten
- Einzelgänger — strikte Einzelhaltung. Von einer Vergesellschaftung wird abgeraten, da für Hausschlangen Kannibalismus dokumentiert ist; Paare nur kurzzeitig und beaufsichtigt zur Verpaarung zusammensetzen.
- Ernährung
- Frostfutter-Mäuse in passender Größe, bei sehr großen Tieren gelegentlich Ratten oder Küken; Beutetier max. ca. 10 % des Körpergewichts bzw. nicht dicker als das 1,5-Fache der Körperbreite. Jungtiere alle 5–7 Tage, adulte Tiere alle 10–14 Tage.
- Lebenserwartung
- 15–20 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Strikte Einzelhaltung: Für Hausschlangen ist Kannibalismus dokumentiert — setze niemals zwei Tiere dauerhaft zusammen, auch Verpaarungen nur kurz und unter Aufsicht.
- Sorge für ein klares Wärmegefälle: Hotspot am Boden 30–32 °C, warme Seite 26–30 °C, kühle Seite 21–24 °C — die Heizquelle immer über einen Thermostat regeln, damit sich das Tier selbst thermoregulieren kann.
- Boaedon capensis stammt aus dem südlichen Afrika (Botswana, Simbabwe, Sambia, Mosambik, Südafrika) und ist KEINE tropische Art: Eine milde Nachtabsenkung auf 20–22 °C ist artgerecht und erwünscht, eine echte Kälte-Winterruhe wie bei europäischen Arten darf dagegen NICHT durchgeführt werden.
- Füttere Frostmäuse passender Größe (max. ca. 10 % des Körpergewichts bzw. nicht dicker als das 1,5-Fache der Körperbreite): Jungtiere alle 5–7 Tage, adulte Tiere alle 10–14 Tage — Übergewicht durch zu häufiges Füttern ist der häufigste Haltungsfehler.
- Biete jederzeit eine standfeste, große Wasserschale mit täglich frischem Wasser sowie eine feuchte Versteckbox als Häutungshilfe an; UVB ist nicht zwingend nötig, eine schwache UVB-Beleuchtung mit geregeltem Tag-Nacht-Rhythmus wird aber empfohlen.
Wusstest du?
Interessante Fakten
-
Ihren Namen verdankt die Hausschlange ihrer Vorliebe für menschliche Siedlungen: Sie jagt Mäuse an Häusern und Ställen und gilt dort als natürlicher Schädlingsbekämpfer.
-
Sie ist völlig ungiftig und tötet ihre Beute durch Umschlingen (Würgen).
-
Weibchen werden deutlich größer als Männchen und erreichen bis zu 140 cm Gesamtlänge.
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