Kenianische Sandboa (Eryx colubrinus)
Reptil Anfänger Anfängergeeignet

Kenianische Sandboa

Eryx colubrinus

Die Kenianische Sandboa ist eine kleine, grabende Boa aus den Trockengebieten Ost- und Nordostafrikas, die den Großteil ihres Lebens eingegraben im Sand verbringt. Wegen ihrer geringen Größe und ruhigen Art gilt sie als einsteigergeeignet, braucht aber ein dauerhaft trocken-warmes Terrarium ohne Winterruhe.

Herkunft: Arides Ost- und Nordost-Afrika — Kenia, Tansania, Äthiopien, Somalia, Sudan, Ägypten, Niger; grabend im Sand

Haltungsdaten im Überblick

Temperatur (Tag)
28–32°C
Sonnenplatz
32–35°C
Temperatur (Nacht)
22–25°C
Luftfeuchtigkeit
30–50%
Terrarium (Minimum)
80×40×40 cm
Terrarientyp
Wüste (trockenes Halbwüsten-Terrarium mit tiefem Grabsubstrat)
Aktivität
nachtaktiv
Sozialverhalten
Einzelgängerisch; Einzelhaltung empfohlen. Eine Vergesellschaftung ist nur unter Beobachtung vertretbar — zwei Männchen setzen sich gegenseitig unter Stress.
Ernährung
Karnivor: Frostfutter (Mäuse, Babyratten). Beutetier ca. 10 % des Körpergewichts und etwa körperbreit; adulte Tiere alle 10–14 Tage, Jungtiere wöchentlich. In der Natur kleine Säuger, Echsen und Vögel, getötet durch Umschlingen.
Lebenserwartung
20–30 Jahre

Pflege & Haltung

Das solltest du wissen

  1. Bieten Sie eine mindestens 10 cm tiefe, grabfähige Schicht aus Sand und Lehm an — die Art verbringt rund 80 % ihrer Zeit eingegraben und kommt ohne Grabsubstrat nicht zur Ruhe.
  2. Halten Sie das Terrarium trocken bei 30–50 % Luftfeuchte und bieten Sie nur zur Häutung eine feuchte Ecke oder Feuchtbox an; Dauernässe führt bei dieser Halbwüstenart zu Haut- und Atemwegsproblemen.
  3. Erwärmen Sie nur eine Bodenecke über einen Thermostat auf bis zu 35 °C und lassen Sie die Gegenseite deutlich kühler, damit das Tier im Sand selbst thermoregulieren kann.
  4. Keine Winterruhe: Die Art stammt aus dem tropisch-ariden Afrika und darf nicht kalt gestellt werden — die Nachttemperatur sollte nicht unter 22 °C fallen.
  5. Füttern Sie ausschließlich aufgetautes Frostfutter (Maus, Babyratte) von etwa 10 % des Körpergewichts — adulte Tiere alle 10–14 Tage, Jungtiere wöchentlich — und stellen Sie eine Wasserschale bereit.

Wusstest du?

Interessante Fakten

  • Sie verbringt rund 80 % ihrer Zeit eingegraben und lauert als Hinterhaltjäger mit nur den Augen über dem Sand auf Beute.

  • Sandboas sind lebendgebärend (ovovivipar): 10–20 Jungtiere von 20–25 cm Länge kommen fertig entwickelt zur Welt.

  • Weibchen erreichen selten mehr als 91 cm, Männchen bleiben deutlich kleiner.