Krokodilmolch
Tylototriton verrucosus
Der Krokodilmolch ist ein montaner Schwanzlurch aus dem Bergland Yunnans und des östlichen Himalaya. Er wird kühl im Aquaterrarium gepflegt, braucht eine echte Winterruhe und verträgt keine Dauerwärme über etwa 24–25 °C.
Herkunft: Bergland Yunnans und östlicher Himalaya, >1.000 m
Rechtsstatus: CITES Anhang II (gattungsweit für Tylototriton), EU-Artenschutzverordnung (EG) Nr. 338/97 Anhang B, in Deutschland „besonders geschützt" nach BNatSchG. Damit besteht Herkunftsnachweis- und Meldepflicht: Der Bestand ist bei der zuständigen Naturschutzbehörde anzumelden (die DGHT weist darauf hin, dass alle Arten der Anhänge A und B meldepflichtig sind). Konkrete Auflagen bitte bei der zuständigen Behörde prüfen.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 18–24°C
- Terrarium (Minimum)
- 60×30×37 cm
- Terrarientyp
- Aquaterrarium (Regenwaldterrarium mit Wasserteil, Land- und Wasserzone)
- Aktivität
- nachtaktiv
- Sozialverhalten
- Kann in kleinen Gruppen mit Artgenossen gepflegt werden — die Tiere sind nicht sozial, tolerieren Artgenossen aber gut. Keine Vergesellschaftung mit anderen Wirbeltierarten (Hautgift). Larven sind untereinander sehr aggressiv und werden einzeln oder mit vielen Verstecken aufgezogen.
- Ernährung
- Karnivor: Regenwürmer, Grillen, Asseln, gelegentlich Wachsmottenlarven; im Wasserteil Tubifex und rote Mückenlarven. Adulte Tiere 1–2× pro Woche, im Winter deutlich weniger. Futtertiere hochwertig ernähren und mit Vitamin-Mineral-Präparat bestäuben.
- Lebenserwartung
- über 10 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Dauerwärme ist die häufigste Todesursache in der Haltung: Die Temperatur darf ~24–25 °C nicht dauerhaft überschreiten — halte 18–24 °C, biete kühle Rückzugsorte und verwende KEINEN Wärmespot und keine Basking-Lampe.
- Der Krokodilmolch braucht eine echte, mehrmonatige Winterruhe von etwa Oktober bis Februar bei 10–15 °C (nicht unter ~8–10 °C) — ein bloßer Nachtabfall genügt nicht; eine fehlende Kühlphase führt zu Gesundheits- und Zuchtproblemen.
- Simuliere den Jahreszyklus über das Wasser: Ab Oktober den Wasserstand absenken (Trockenzeit), nur noch punktuell sprühen, ab März wieder kräftig sprühen und den Wasserstand langsam anheben; ganzjährig tägliches Sprühen für die Grundfeuchte.
- Das Hautsekret ist giftig (Gift durch Haut, kein Giftbiss): Tiere nur mit gewaschenen, angefeuchteten Händen oder Handschuhen anfassen, Kontakt mit Schleimhäuten und Wunden vermeiden, nichts verschlucken und nach jedem Kontakt die Hände waschen.
- Als CITES-Anhang-II-/EU-Anhang-B-Art gilt Nachweis- und Meldepflicht: Herkunftsnachweis aufbewahren und den Bestand bei der zuständigen Naturschutzbehörde melden.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Die drei warzigen Rückenleisten und die großen Ohrdrüsen (Parotoiden) geben ihm sein krokodilartiges Aussehen — daher der Name Krokodilmolch („crocodile newt“).
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Er stammt aus dem Bergland (über 1.000 m); am Typenfundort Tengchong in Yunnan liegt das Januarmittel bei nur rund 8 °C — deshalb braucht er echte Winterruhe statt Dauerwärme.
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Lange galt Tylototriton verrucosus als eine einzige weit verbreitete Art — heute weiß man, dass sich dahinter ein ganzer Artenkomplex verbirgt: Die Gattung Tylototriton umfasst inzwischen rund 38 beschriebene Arten, viele davon erst in den letzten Jahren.
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