Neukaledonischer Riesengecko
Rhacodactylus leachianus
Der Neukaledonische Riesengecko ist ein großer, nachtaktiver Baumbewohner aus den Wäldern Neukaledoniens und wird ausschließlich als Nachzucht gehalten. Er braucht ein hohes, feuchtes Waldterrarium mit moderaten Temperaturen und eine milde nächtliche Absenkung — jedoch keine Winterruhe.
Herkunft: Endemisch in Neukaledonien (Grande Terre & vorgelagerte Inseln inkl. Île des Pins)
Rechtsstatus: Nicht in den CITES-Anhängen gelistet; in der EU auf Anhang D der VO (EG) Nr. 338/97 (reine Einfuhrüberwachung: Einfuhrmeldung beim Zoll nötig, keine Ein-/Ausfuhrgenehmigung, kein Vermarktungsverbot). Für die reine Haltung in Deutschland bestehen daraus keine Genehmigungspflichten; landesrechtliche Vorgaben bitte prüfen.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 22–27°C
- Sonnenplatz
- 27–28°C
- Temperatur (Nacht)
- 18–22°C
- Luftfeuchtigkeit
- 60–80%
- Terrarium (Minimum)
- 90×45×90 cm
- Terrarientyp
- Regenwald (hohes, bepflanztes Waldterrarium mit Kletterstruktur)
- Aktivität
- nachtaktiv
- Sozialverhalten
- Einzelhaltung; Vergesellschaftung erst adult und nur durch erfahrene Halter, da Kämpfe bis hin zu Kannibalismus dokumentiert sind — mehrere Männchen niemals zusammen
- Ernährung
- Omnivor: Fertig-Fruchtbrei (Repashy/Pangea) als Basis, dazu Insekten wie große Grillen, Heuschrecken und Schaben; Fütterung alle 2–3 Tage, gelegentlich ein Nagerbaby als Ausnahme
- Lebenserwartung
- 20–50 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Milde Nachtabsenkung statt Winterruhe: Nachts auf 18–22 °C absenken, im Winter dürfen die Nächte kurzzeitig bis etwa 15 °C fallen — eine echte Kaltwinterruhe (Hibernation) ist für diese Art gefährlich und darf niemals durchgeführt werden.
- Überhitzung ist das größte Haltungsrisiko: Der wärmste Punkt darf 27–28 °C nicht überschreiten, der übrige Terrarienbereich liegt bei 22–27 °C — jede Wärmequelle (Spot oder Keramikstrahler) zwingend über einen Thermostat regeln.
- Strikte Einzelhaltung: Jungtiere werden immer einzeln aufgezogen; bei Vergesellschaftung adulter Tiere sind schwere Kämpfe bis hin zu Kannibalismus dokumentiert — bei Verletzungen oder Stress sofort trennen.
- Fütterung alle 2–3 Tage: Fertig-Fruchtbrei (z. B. Repashy oder Pangea) als Basis, dazu regelmäßig Insekten (große Grillen, Heuschrecken, Schaben), mit Calcium und Vitamin/D3 bestäubt; Nager nur als seltene Ausnahme.
- Luftfeuchtigkeit 60–80 % über feuchtigkeitsspeichernden Bodengrund und abendliches Sprühen halten, täglich frisches Wasser anbieten; UVB ist nicht zwingend, ein schwaches UVB-Band (z. B. 6–7 % T5) wird von den Tieren jedoch angenommen.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Mit 25–40 cm Gesamtlänge und 150–500 g Gewicht gilt er als der größte lebende Gecko der Welt.
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Die Art ist endemisch in Neukaledonien; die Unterart R. l. henkeli kommt nur auf der Île des Pins vor.
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Erstbeschrieben wurde die Art bereits 1829 von Georges Cuvier — im Hobby heißt sie kurz „Leachie“.
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