Färberfrosch (Dendrobates tinctorius)
Amphibie Fortgeschritten

Färberfrosch

Dendrobates tinctorius

Lebende Edelsteine des Regenwaldes. Nachzuchten sind völlig ungiftig — die berühmten Hauttoxine stammen allein aus der Wildnahrung.

Herkunft: Nordöstliches Südamerika (Guayana-Schild, Regenwald)

Haltungsdaten im Überblick

Temperatur (Tag)
22–26°C
Temperatur (Nacht)
18–22°C
Luftfeuchtigkeit
80–100%
Terrarium (Minimum)
60×45×60 cm (bepflanztes Regenwald-Hochterrarium) für ein Paar
Terrarientyp
Regenwald (bioaktiv, dicht bepflanzt)
Aktivität
tagaktiv
Sozialverhalten
Paar oder Gruppe; Männchen können untereinander rivalisieren
Ernährung
Kleinstinsekten (Drosophila-Fruchtfliegen, Springschwänze, Blattläuse)
Lebenserwartung
8–15 Jahre

Pflege & Haltung

Das solltest du wissen

  1. Luftfeuchte nahe 100 %: Ein bioaktives, dicht bepflanztes Terrarium mit Drainage, Moos und Laub hält die nötige hohe Feuchte stabil — Trockenstress ist schnell tödlich.
  2. Nachzuchten sind ungiftig: Die Toxizität wildlebender Pfeilgiftfrösche stammt aus Beutetieren; im Terrarium gefütterte Nachzuchten entwickeln keine Gifte.
  3. Mikrofutter mit Bestäubung: Fruchtfliegen und Springschwänze müssen regelmäßig mit Kalzium- und Vitaminpulver bestäubt werden, sonst drohen Mangelerkrankungen.
  4. Bodenpolizei einsetzen: Eine Springschwanz- und Asselkultur im Bodengrund hält das bioaktive System sauber und liefert zusätzliches Mikrofutter.

Wusstest du?

Interessante Fakten

  • Der wissenschaftliche Name „tinctorius" (Färber) geht auf den Mythos zurück, indigene Völker hätten mit dem Frosch Papageienfedern umgefärbt.

  • Pfeilgiftfrosch-Männchen tragen ihre Kaulquappen huckepack zu kleinen Wasseransammlungen in Blattachseln — fürsorgliche Brutpflege ist typisch für die Familie.

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