Rautenpython (Teppichpython)
Morelia spilota mcdowelli
Der Küsten-Teppichpython aus Queensland und dem nördlichen New South Wales ist die größte Teppichpython-Unterart und wird im Schnitt 2,0–2,5 m lang. Als semi-arboreale, dämmerungs- und nachtaktive Würgeschlange braucht er ein hohes, kletterfähiges Waldterrarium, einen lokalen Wärmeplatz und eine milde Winterphase — Haltung nur mit Erfahrung, Platz und Meldung bei der Naturschutzbehörde.
Herkunft: Ost-/Nordaustralien + Süd-Neuguinea; Küstenform mcdowelli aus Küsten-Queensland/NE-NSW
Rechtsstatus: CITES Anhang II (Pythonidae spp.) und damit EU-Anhang B der VO (EG) 338/97: Haltung ist genehmigungsfrei, aber meldepflichtig nach § 7 Abs. 2 BArtSchV bei der unteren Naturschutzbehörde (Zu- und Abgänge ebenfalls); beim Kauf/Verkauf ist ein Herkunftsnachweis erforderlich. Zusätzlich regeln einzelne Bundesländer die Haltung großer Riesenschlangen über Gefahrtierverordnungen unterschiedlich — Landesrecht bitte prüfen.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 25–30°C
- Sonnenplatz
- 30–35°C
- Temperatur (Nacht)
- 22–24°C
- Luftfeuchtigkeit
- 60–70%
- Terrarium (Minimum)
- 150×100×200 cm
- Terrarientyp
- Regenwald / subtropisches Waldterrarium (semi-arboreal, Wälder und Buschland)
- Aktivität
- dämmerungs- und nachtaktiv
- Sozialverhalten
- Einzelgänger — Einzelhaltung; gemeinsame Haltung erhöht Stress und erschwert Fütterung und Gesundheitskontrolle, Männchen zeigen zur Paarungszeit Kommentkämpfe
- Ernährung
- Karnivor: passend große Nagetiere (Frostmäuse, ab ca. 35–45 g Ratten); Jungtiere alle 7 Tage, adulte Tiere alle 10–14 Tage (je nach Kondition bis alle 14–28 Tage)
- Lebenserwartung
- 20–30 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Die Terrariengröße richtet sich nach dem BMEL-Gutachten (1997) an der Gesamtlänge des Tieres: bis 2 m Länge mindestens das 0,75 × 0,5 × 1,0-fache der Gesamtlänge (also 150×100×200 cm bei einem 2-m-Tier), ab 2 m Gesamtlänge das 0,5 × 0,5 × 0,75-fache (bei 2,5 m rund 125×125×188 cm).
- Als semi-arboreale Art benötigt der Rautenpython kräftige, waagerechte Kletteräste und erhöhte Ruheplätze, mehrere Verstecke in unterschiedlich temperierten Zonen sowie ein Badebecken, das etwa ein Viertel der Bodenfläche einnimmt und stets sauberes Trinkwasser enthält.
- Grundtemperatur tagsüber 25–30 °C mit einem lokalen Wärmeplatz von 30–35 °C und nur geringer Nachtabsenkung auf 22–24 °C; Strahler und Heizelemente müssen so abgeschirmt sein, dass sich die Schlange nicht daran verbrennen kann. UVB ist für diese Art nicht zwingend nötig, niedrig dosiertes UVB kann als Anreicherung mit Schattenrückzug angeboten werden.
- Statt einer echten Winterruhe wird eine milde Winterphase über 8–12 Wochen gefahren: tagsüber 23–25 °C bei etwa 33 °C am Wärmeplatz, nachts 18–20 °C — und ausschließlich bei gesunden, gut konditionierten Tieren, niemals bei kranken oder untergewichtigen Schlangen.
- Gefüttert wird mit passend großen Nagern (Jungtiere alle 7 Tage mit Mäusen, adulte Tiere alle 10–14 Tage, kräftige Tiere auch nur alle 14–28 Tage, Umstieg auf Ratten ab ca. 35–45 g); Einzelhaltung ist Standard, und in der Häutungsphase (blaue Augen) sowie direkt nach der Fütterung wird nicht hantiert — bei futtergeilen Tieren mit Haken arbeiten.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Die Küstenform mcdowelli ist die größte Teppichpython-Unterart: Sie misst im Schnitt 2,0–2,5 m, das längste dokumentierte Tier maß 3,5 m.
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Ihr Verbreitungsgebiet reicht von der Nordspitze der Cape-York-Halbinsel durch Queensland bis ins nördliche New South Wales.
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Teppichpythons sind teilweise baumbewohnende Lauerjäger und verbringen viel Zeit reglos auf Ästen, statt aktiv nach Beute zu suchen.
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