Riesige Asiatische Gottesanbeterin
Hierodula membranacea
Die Riesige Asiatische Gottesanbeterin ist eine große Fangschrecke aus dem tropischen Süd- und Südostasien, die ganzjährig warm gepflegt wird und keine Winterruhe kennt. Sie gilt als robuste Einsteigerart, muss wegen ihres ausgeprägten Kannibalismus aber strikt einzeln gehalten werden.
Herkunft: South & Southeast Asia (India, Sri Lanka, Nepal, southern China, Thailand, Java)
Rechtsstatus: Nicht in CITES bzw. den Anhängen A/B der EU-VO 338/97 gelistet und nicht nach BArtSchV geschützt — keine Melde- oder Genehmigungspflicht (meldepflichtig sind laut DGHT nur Arten der Anhänge A/B EU-VO 338/97, Anhang IV FFH-Richtlinie und Anhang 1 BArtSchV). Im Zweifel bei der zuständigen Naturschutzbehörde prüfen. Tiere und Nachzuchten dürfen nicht in der Natur ausgesetzt werden.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 25–30°C
- Luftfeuchtigkeit
- 40–65%
- Terrarium (Minimum)
- 30×20×30 cm
- Terrarientyp
- Regenwald / tropisch-arboreal (hoher Kletterbehälter mit Gaze-Deckel)
- Aktivität
- tagaktiv
- Sozialverhalten
- Strikt solitär und stark kannibalisch — nur Einzelhaltung; Zusammensetzen ausschließlich kurzzeitig und überwacht zur Verpaarung. Junge Nymphen können bei sehr üppiger Fütterung und viel Platz bis etwa L4 gemeinsam sitzen.
- Ernährung
- Karnivor, ausschließlich lebende Insekten: L1-Nymphen Fruchtfliegen (Drosophila), später Fliegen, Grillen- und Heuschreckennymphen, adulte Tiere Heuschrecken und große Schaben.
- Lebenserwartung
- 9–12 Monate
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Ganzjährig warm bei 25–30 °C halten: Die Art stammt aus dem tropischen Süd- und Südostasien und macht KEINE Winterruhe — eine Abkühlung oder Brumation ist tödlich. Das Tier niemals kühl stellen oder überwintern.
- Höhe geht vor Grundfläche: Das Behältnis muss mindestens dreimal so hoch sein wie das Tier lang ist (adult 7–9 cm, also ≥ 30 cm Höhe) und einen rauen Gaze- oder Netzdeckel bieten, an dem sich das Tier zur Häutung kopfüber aufhängen kann — zu niedrige Behälter führen zu tödlichen Häutungsschäden.
- Strikte Einzelhaltung: Hierodula membranacea ist ausgeprägt kannibalisch; werden zwei Tiere zusammengesetzt, bleibt früher oder später nur eines übrig. Nur zur Verpaarung kurzzeitig und unter Aufsicht zusammenführen.
- Luftfeuchte moderat bei 40–65 % halten und gut belüften: Einmal täglich leicht übersprühen — die Tiere trinken die Tröpfchen von Scheiben und Blättern. Dauerhaft nasse, stehende Luft schadet dieser Art (Schimmel- und Häutungsprobleme).
- Ausschließlich lebende Insekten verfüttern: L1-Nymphen Drosophila, später Fliegen sowie Grillen- und Heuschreckennymphen, adulte Tiere Heuschrecken und große Schaben. Keine Bienen oder Wespen anbieten und nicht überfüttern (stark aufgeblähter Hinterleib = Fütterpause).
Wusstest du?
Interessante Fakten
-
Mit 7–9 cm Körperlänge zählt sie zu den größten in Terrarien gepflegten Gottesanbeterinnen und überwältigt selbst wehrhafte Beute wie die Asiatische Riesenhornisse.
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Ein Weibchen legt mehrere Oothek-Eipakete, aus denen jeweils bis zu rund 150 Nymphen schlüpfen können.
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Sie ist ausgeprägt kannibalisch: Nach der Paarung frisst das Weibchen gelegentlich das Männchen.
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