Riesige Asiatische Gottesanbeterin (Hierodula membranacea)
Insekt Anfänger Anfängergeeignet

Riesige Asiatische Gottesanbeterin

Hierodula membranacea

Die Riesige Asiatische Gottesanbeterin ist eine große Fangschrecke aus dem tropischen Süd- und Südostasien, die ganzjährig warm gepflegt wird und keine Winterruhe kennt. Sie gilt als robuste Einsteigerart, muss wegen ihres ausgeprägten Kannibalismus aber strikt einzeln gehalten werden.

Herkunft: South & Southeast Asia (India, Sri Lanka, Nepal, southern China, Thailand, Java)

Haltungsdaten im Überblick

Temperatur (Tag)
25–30°C
Luftfeuchtigkeit
40–65%
Terrarium (Minimum)
30×20×30 cm
Terrarientyp
Regenwald / tropisch-arboreal (hoher Kletterbehälter mit Gaze-Deckel)
Aktivität
tagaktiv
Sozialverhalten
Strikt solitär und stark kannibalisch — nur Einzelhaltung; Zusammensetzen ausschließlich kurzzeitig und überwacht zur Verpaarung. Junge Nymphen können bei sehr üppiger Fütterung und viel Platz bis etwa L4 gemeinsam sitzen.
Ernährung
Karnivor, ausschließlich lebende Insekten: L1-Nymphen Fruchtfliegen (Drosophila), später Fliegen, Grillen- und Heuschreckennymphen, adulte Tiere Heuschrecken und große Schaben.
Lebenserwartung
9–12 Monate

Pflege & Haltung

Das solltest du wissen

  1. Ganzjährig warm bei 25–30 °C halten: Die Art stammt aus dem tropischen Süd- und Südostasien und macht KEINE Winterruhe — eine Abkühlung oder Brumation ist tödlich. Das Tier niemals kühl stellen oder überwintern.
  2. Höhe geht vor Grundfläche: Das Behältnis muss mindestens dreimal so hoch sein wie das Tier lang ist (adult 7–9 cm, also ≥ 30 cm Höhe) und einen rauen Gaze- oder Netzdeckel bieten, an dem sich das Tier zur Häutung kopfüber aufhängen kann — zu niedrige Behälter führen zu tödlichen Häutungsschäden.
  3. Strikte Einzelhaltung: Hierodula membranacea ist ausgeprägt kannibalisch; werden zwei Tiere zusammengesetzt, bleibt früher oder später nur eines übrig. Nur zur Verpaarung kurzzeitig und unter Aufsicht zusammenführen.
  4. Luftfeuchte moderat bei 40–65 % halten und gut belüften: Einmal täglich leicht übersprühen — die Tiere trinken die Tröpfchen von Scheiben und Blättern. Dauerhaft nasse, stehende Luft schadet dieser Art (Schimmel- und Häutungsprobleme).
  5. Ausschließlich lebende Insekten verfüttern: L1-Nymphen Drosophila, später Fliegen sowie Grillen- und Heuschreckennymphen, adulte Tiere Heuschrecken und große Schaben. Keine Bienen oder Wespen anbieten und nicht überfüttern (stark aufgeblähter Hinterleib = Fütterpause).

Wusstest du?

Interessante Fakten

  • Mit 7–9 cm Körperlänge zählt sie zu den größten in Terrarien gepflegten Gottesanbeterinnen und überwältigt selbst wehrhafte Beute wie die Asiatische Riesenhornisse.

  • Ein Weibchen legt mehrere Oothek-Eipakete, aus denen jeweils bis zu rund 150 Nymphen schlüpfen können.

  • Sie ist ausgeprägt kannibalisch: Nach der Paarung frisst das Weibchen gelegentlich das Männchen.