Spanischer Rippenmolch
Pleurodeles waltl
Der Spanische Rippenmolch ist ein dauerhaft im Wasser lebender Molch von der Iberischen Halbinsel und aus Nordmarokko, der in einem reinen Aquarium ohne Landteil gepflegt wird. Er gilt als robust und anspruchslos, verträgt aber keine Wärme: Temperaturen über etwa 24 °C sind für ihn lebensbedrohlich.
Herkunft: Central & southern Iberian Peninsula (Spain, Portugal) and northern Morocco
Rechtsstatus: Nicht CITES-gelistet und nicht im Anhang IV der FFH-Richtlinie — daraus folgt aber NICHT, dass keine Meldepflicht besteht: als iberische, also europäische Art fällt sie unter den Sammeleintrag «Amphibia spp. — alle europäischen Arten» der BArtSchV Anlage 1 und ist damit besonders geschützt (§ 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG). WISIA (BfN) führt sie ausdrücklich mit Status «b — besonders geschützt nach BNatSchG seit 31.08.1980». Folgen: Bestandsanzeige bei der zuständigen Naturschutzbehörde (§ 7 Abs. 2 BArtSchV) und lückenloser Herkunftsnachweis (§ 46 BNatSchG). Ausschließlich Nachzuchten kaufen. IUCN: gefährdungsnah (Near Threatened).
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 15–22°C
- Terrarium (Minimum)
- 80×35×40 cm
- Terrarientyp
- Aquatisch
- Sozialverhalten
- Friedlich, Gruppenhaltung bei ausreichender Beckengröße möglich; Larven und Jungtiere müssen jedoch getrennt aufgezogen werden, da adulte Tiere sie fressen. Nicht mit anderen Molcharten vergesellschaften.
- Ernährung
- Karnivor: Regenwürmer, Mücken- und Schwarze Mückenlarven, Tubifex sowie sinkende Molch- bzw. Karnivoren-Pellets; adulte Tiere 2–3× pro Woche, Jungtiere täglich.
- Lebenserwartung
- 10–15 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Wärme ist die eigentliche Lebensgefahr, nicht Kälte: Halte die Wassertemperatur ganzjährig bei 15–22 °C. Ab etwa 24 °C drohen Stress, bakterielle Infektionen und Tod — im Hochsommer daher Raum kühlen, Aquarienlüfter oder notfalls einen Durchlaufkühler einsetzen und das Becken niemals auf sommerliche Außentemperaturen aufheizen lassen.
- Pflege die Tiere in einem reinen Aquarium ohne Landteil bei 15–20 cm Wasserstand außerhalb der Laichzeit; ein kleiner schwimmender Korkteil kann angeboten werden, wird aber kaum genutzt.
- Verwende einen Schwamm- oder Außenfilter mit sehr schwacher Strömung, da starke Strömung die Tiere stresst, und wechsle wöchentlich 20–30 % des Wassers (Ammoniak und Nitrit müssen bei 0 ppm liegen, Nitrat unter 40 mg/l).
- Fasse die Molche nur im Notfall und ausschließlich mit nassen Händen an: Das Hautsekret reizt, und die Art kann ihre spitzen Rippen zur Verteidigung durch die Haut schieben und damit stechen. Nach jedem Kontakt Hände waschen und Schleimhäute sowie Augen meiden.
- Ziehe Larven und Jungtiere in einem separaten Becken auf, da adulte Rippenmolche den Nachwuchs fressen.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Zur Verteidigung schiebt der Rippenmolch seine spitzen Rippen durch die Haut nach außen — sie wirken als Stacheln und werden dabei mit dem giftigen Hautsekret benetzt.
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Mit bis zu 30 cm Länge in freier Natur zählt er zu den größten Molchen überhaupt; Nachzuchten im Aquarium bleiben meist bei 15–20 cm.
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Er lebt praktisch sein ganzes Leben im Wasser — ein Landteil ist für die Haltung nicht erforderlich.
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