Vierhornchamäleon
Trioceros quadricornis
Das Vierhornchamäleon lebt in den kühlen Bergnebelwäldern West-Kameruns und Südost-Nigerias in 1.150–2.400 m Höhe und ist eine strikt kühl zu haltende Hochlandart. Dauerhafte Wärme über etwa 27 °C ist tödlich, weshalb die Art ausschließlich für erfahrene Spezialisten geeignet ist.
Herkunft: Bergregenwälder West-Kameruns und SO-Nigerias, 1.150–2.400 m
Rechtsstatus: CITES Anhang II (seit 04.02.1977) und EU-Anhang B der VO (EG) 338/97 (seit 01.06.1997) – damit besonders geschützt: Haltung ist bei der zuständigen Naturschutzbehörde anzuzeigen (§ 7 BArtSchV), lückenloser Herkunftsnachweis erforderlich; konkrete Melde- und Kennzeichnungspflichten bitte bei der zuständigen Behörde prüfen.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 13–24°C
- Luftfeuchtigkeit
- über 60%
- Terrarium (Minimum)
- 60×60×90 cm
- Terrarientyp
- Regenwald (kühler Bergnebelwald)
- Aktivität
- tagaktiv
- Sozialverhalten
- Strikter Einzelgänger – Einzelhaltung; unverträglich gegenüber Artgenossen, besonders unter Männchen
- Ernährung
- Insektenfresser: in der Natur fast ausschließlich Arthropoden; im Terrarium u. a. Fliegen, Schnecken, Grillen und Mehlwürmer, ca. zweimal pro Woche fünf bis sechs Futtertiere, stets mit Vitamin-Mineralstoff-Gemisch bestäubt
- Lebenserwartung
- 3–7 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Strikt kühl halten: Tagestemperatur 13–24 °C (55–75 °F); steigt die Terrarientemperatur über 27 °C, wird es für diese Bergwaldart lebensgefährlich – kein warmer Sonnenplatz wie bei Wüstenarten, sondern ein kühler Standort (z. B. Kellerraum) oder aktive Kühlung im Sommer.
- Nachtabsenkung ist Pflicht: Die Art braucht kühle Nächte; das BMEL-Gutachten fordert für viele Chamäleonarten eine starke Absenkung um 5–8 °C gegenüber der Tagestemperatur – die genauen Nachtwerte vor Anschaffung mit aktueller Fachliteratur abgleichen.
- Luftfeuchtigkeit über 60 % (BMEL-Gutachten) bei gleichzeitig sehr guter Belüftung: täglich einmal überbrausen bzw. vernebeln, denn stehende Feuchtluft führt bei Hochlandchamäleons rasch zu Atemwegs- und Augenproblemen; Dehydrierung ist das zentrale Haltungsrisiko.
- Nur Einzelhaltung: Vierhornchamäleons sind unverträglich (besonders Männchen); Seitenwände blickdicht gestalten, damit kein Sichtkontakt zu Artgenossen im Nachbarterrarium besteht.
- Sparsam und mineralisiert füttern: etwa zweimal pro Woche fünf bis sechs Futterinsekten, jedes Mal mit einem Vitamin-Mineralstoff-Gemisch bestäubt; oben im Terrarium eine UVB-Leuchtstoffröhre für Reptilien installieren.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Namengebend sind die Hörner der Tiere – bei Weibchen sind höchstens ein bis zwei kleine Schnauzenhörner ausgebildet.
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Die Art kommt weltweit nur im Bergland Kameruns und auf dem Obudu-Plateau in Nigeria vor und gilt der IUCN wegen ihres kleinen, zerstückelten Verbreitungsgebiets als gefährdet (Vulnerable).
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Mit 25–36 cm Gesamtlänge ist es ein mittelgroßes, eierlegendes Chamäleon; drei Unterarten sind beschrieben.
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