Vietnamesischer Moosfrosch
Theloderma corticale
Der Vietnamesische Moosfrosch ist ein semiaquatischer Frosch aus den kühlen Berg- und Kalksteinwäldern Nordvietnams, dessen moosartige Hautstruktur ihn auf feuchtem Fels nahezu unsichtbar macht. Gehalten wird er in einem kühlen Aquaterrarium: Wärme ist für diese Art kein Komfort, sondern das größte Haltungsrisiko.
Herkunft: Nord-Vietnam, Süd-China, Nord-Laos; feuchte Berg-/Kalksteinwälder ~600–1.000 m
Rechtsstatus: IUCN-Rotliste: Least Concern (nicht gefährdet). Nach Katalog-Angabe nicht CITES-gelistet — die CITES-Anhänge selbst waren nicht abrufbar (HTTP 403), daher vor Kauf bitte prüfen. Ein besonderer Schutz- oder Meldestatus nach BArtSchV ist für die Art nicht bekannt; verbindlich bitte über die BfN-Datenbank WISIA prüfen.
Haltungsdaten im Überblick
- Temperatur (Tag)
- 18–22°C
- Temperatur (Nacht)
- 15–18°C
- Luftfeuchtigkeit
- 70–90%
- Terrarium (Minimum)
- 60×45×60 cm
- Terrarientyp
- Aquaterrarium
- Aktivität
- nachtaktiv
- Sozialverhalten
- Verträglich mit Artgenossen — die Haltung in kleinen Gruppen von 2–4 Tieren wird empfohlen; eine Vergesellschaftung mit anderen Arten ist wegen des scheuen und territorialen Verhaltens nicht ratsam.
- Ernährung
- Lebendinsekten: Grillen, Heimchen, Heuschrecken und Schaben, gelegentlich Regenwürmer; adulte Tiere zwei- bis dreimal pro Woche abends, Futtertiere mit Kalzium und Vitaminen bestäubt.
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
Pflege & Haltung
Das solltest du wissen
- Überhitzung ist die häufigste Todesursache dieser Art: Temperaturen über 24 °C sind zu vermeiden, ab etwa 25 °C besteht akute Gefahr und ab rund 27 °C wirkt Hitze rasch tödlich — das Becken gehört in den kühlsten Raum der Wohnung, ohne Wärmelampe und im Sommer nötigenfalls mit Lüfter, Klimagerät oder Kühlaggregat aktiv gekühlt.
- Diese Art benötigt KEINE echte Winterruhe oder Kältestarre: Eine leichte Absenkung auf etwa 18 °C über rund zwei Monate ist ausschließlich ein optionaler Zuchtauslöser und keine Überlebensnotwendigkeit.
- Der Moosfrosch ist semiaquatisch und braucht einen großen, sauberen Wasserteil von mindestens 7–10 cm Tiefe mit Filterung und ausschließlich chlorfreiem Wasser; etwa monatlich wird rund die Hälfte des Wassers gewechselt, dazu im Abstand von einigen Wochen bis Monaten ein umfangreicher Wasserwechsel.
- Adulte Tiere werden zwei- bis dreimal wöchentlich abends mit Grillen, Heimchen oder Schaben gefüttert, wobei die Futtertiere mit Kalzium- und Vitaminpulver bestäubt werden.
- Die Haltung erfolgt in kleinen Gruppen von 2–4 Artgenossen, jedoch ohne Vergesellschaftung mit anderen Arten; das Mindestmaß von 60×45×60 cm gilt für ein Paar, für jedes weitere Tier ist entsprechend mehr Fläche einzuplanen.
Wusstest du?
Interessante Fakten
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Die Moos-Tarnung ist so wirksam, dass die Tiere auf feuchtem Fels kaum zu entdecken sind; bei Gefahr rollen sie sich zur Kugel zusammen und stellen sich tot.
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Trotz des Rufs als "Regenwaldfrosch" lebt die Art in kühlen Berg- und Kalksteinwäldern zwischen etwa 470 und 1.500 m Höhe — sie ist ein Kühle-, kein Hitzespezialist.
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In menschlicher Obhut werden Moosfrösche sehr alt: Zootiere von über 15 Jahren sind belegt, einzelne Berichte reichen bis etwa 20 Jahre.
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