Westliche Hakennasennatter (Heterodon nasicus)
Reptil Anfänger Anfängergeeignet

Westliche Hakennasennatter

Heterodon nasicus

Die Westliche Hakennasennatter ist eine kleine, tagaktive Trugnatter aus den nordamerikanischen Prärien, die sich mit ihrer aufgeworfenen Schnauze gern im trockenen Substrat eingräbt. Sie bleibt mit rund 50 cm (Weibchen bis etwa 90 cm) klein und stellt überschaubare Ansprüche, ist aber als Trugnatter mit Duvernoy-Drüse nicht völlig ungiftig.

Herkunft: Zentrales Nordamerika — Süd-Kanada bis Nord-Mexiko (Great Plains)

Haltungsdaten im Überblick

Temperatur (Tag)
25–30°C
Sonnenplatz
bis 35°C
Temperatur (Nacht)
18–20°C
Luftfeuchtigkeit
40–60%
Terrarium (Minimum)
90×50×60 cm
Terrarientyp
Grasland / Trockenterrarium (Prärie, grabfähig)
Aktivität
tagaktiv
Sozialverhalten
Einzelgänger — Einzelhaltung ist am stressärmsten; wenn überhaupt, dürfen nur gleich große Tiere vergesellschaftet werden (Futterneid und Kannibalismusrisiko).
Ernährung
Karnivor: aufgetaute Mäuse passender Größe (Jungtiere alle 4–5 Tage, adulte Tiere alle 8–12 Tage); in der Natur überwiegend Kröten und andere Amphibien, dazu Kleinsäuger, kleine Reptilien und Eier.
Lebenserwartung
15–20 Jahre

Pflege & Haltung

Das solltest du wissen

  1. Trockenes, grabfähiges Substrat 8–12 cm hoch anbieten (Kokoshumus oder Erde-Sand-Gemisch, kein reiner Sand), da sich die Art regelmäßig eingräbt; zusätzlich eine Wasserschale und eine feuchte Wetbox zur Häutung dauerhaft bereitstellen.
  2. Temperaturgefälle von 25–30 °C mit punktuellem Sonnenplatz bis 35 °C einrichten und die Temperatur nachts auf 18–20 °C absenken, bei einer Luftfeuchte von 40–60 %.
  3. Auch wenn die Art im Hobby als ungiftig gilt: Sie ist eine Trugnatter mit Duvernoy-Drüse und hinteren Furchenzähnen — Bisse können lokale Schwellungen und in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen, deshalb niemals als "völlig ungiftig" behandeln und beim Handling Haken sowie kurze Kontaktzeiten nutzen.
  4. Eine Winterruhe bei etwa 7–13 °C über rund 8–12 Wochen nur bei gesunden Tieren ab 12 Monaten durchführen und vorher 2–3 Wochen Futterpause zur vollständigen Darmentleerung einhalten — zu frühes oder unvorbereitetes Herunterkühlen kann tödlich enden.
  5. Jungtiere alle 4–5 Tage, adulte Tiere alle 8–12 Tage mit aufgetauten Mäusen passender Größe füttern und die Tiere einzeln halten, da nur gleich große Exemplare zusammenpassen und Kannibalismusgefahr besteht.

Wusstest du?

Interessante Fakten

  • Bei Gefahr stellt sie sich tot: Sie dreht sich auf den Rücken, lässt die Zunge heraushängen und sondert ein übelriechendes Sekret ab.

  • Kröten sind ihre Spezialität — regional bis zu 80 % der Nahrung; vergrößerte Nebennieren helfen ihr, das Krötengift zu verkraften.

  • Die aufgeworfene "Hakennase" ist ein Grabwerkzeug, mit dem sie sich durch sandige Prärieböden schaufelt.