Wundergecko (Teratoscincus scincus)
Reptil Fortgeschritten

Wundergecko

Teratoscincus scincus

Der Wundergecko ist ein nachtaktiver Sandbewohner aus den zentralasiatischen Kaltwüsten mit auffällig großen, fischartigen Schuppen und tiefen, selbst gegrabenen Wohnröhren. Er benötigt ein trockenes Terrarium mit hohem Sandbodengrund und eine echte, mehrwöchige Winterruhe bei etwa 8 °C.

Herkunft: Zentralasiatische & vorderasiatische Wüsten — Turkmenistan, Usbekistan, Iran, Afghanistan, Kasachstan; Sanddünen und Kiesebenen

Haltungsdaten im Überblick

Temperatur (Tag)
32–35°C
Sonnenplatz
bis 40°C
Temperatur (Nacht)
bis 25°C
Luftfeuchtigkeit
50–60%
Terrarium (Minimum)
100×60×60 cm
Terrarientyp
Wüste
Aktivität
nachtaktiv
Sozialverhalten
Paar- oder Gruppenhaltung 1,2 bis 1,3 (ein Männchen mit zwei bis drei Weibchen). Zwei Männchen sind untereinander aggressiv und dürfen nicht zusammen gehalten werden.
Ernährung
Insektenfresser: Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben, Mehlwürmer und Asseln; gelegentlich weiches Obst. Futtertiere mit Kalzium- und Vitaminpulver bestäuben, Sepiaschale anbieten.
Lebenserwartung
bis 13 Jahre

Pflege & Haltung

Das solltest du wissen

  1. Die Winterruhe ist Pflicht und darf nicht weggelassen werden: rund 10 Wochen (ein bis zwei Monate) bei etwa 8 °C, dabei niemals unter 8 °C abkühlen lassen.
  2. Die Temperatur vor der Winterruhe schrittweise absenken und die Fütterung rechtzeitig vorher einstellen, damit der Darm zu Beginn der Abkühlung vollständig entleert ist.
  3. Die großen, überlappenden Schuppen und der Schwanz sind extrem empfindlich und reißen beim Anfassen ab — Tiere daher nicht auf die Hand nehmen, sondern nur mit einer Box umsetzen.
  4. Mindestens 15 cm Sandbodengrund einfüllen und stellenweise leicht feucht halten, damit stabile Grabgänge möglich sind; alle Einrichtungsgegenstände gegen Einstürzen sichern, da die Tiere darunter graben.
  5. Wärmegefälle mit seitlich platziertem Spot anbieten (tagsüber 32–35 °C, lokaler Wärmeplatz bis 40 °C) und Futterinsekten bei jeder Gabe mit Kalzium- und Vitaminpulver bestäuben; Sepiaschale dauerhaft bereitstellen.

Wusstest du?

Interessante Fakten

  • Die großen, dachziegelartig überlappenden Rückenschuppen erinnern an Fischschuppen — beim Wedeln mit dem Schwanz reiben sie aneinander und erzeugen ein raschelndes Warngeräusch.

  • Bei Bedrohung stellt sich der Wundergecko auf die Zehenspitzen, macht einen Buckel, faucht, quiekt und läuft den Angreifer an — für einen Gecko ungewöhnlich lautstark.

  • Statt Haftlamellen tragen die Zehen kammartige Fransenschuppen, mit denen die Tiere über losen Sand laufen und tiefe Wohnhöhlen graben.